Staatliche Schlösser und Gärten

Schlossraum 22 a ist die Adresse der Zentrale Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) und für SPD-Landtagskandidatin Alexandra Nohl ist das Schloss DAS Erkennungszeichen der Stadt Bruchsal. Als Teil von Vermögen und Bau Baden-Württemberg im Verantwortungsbereich des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg ist es Aufgabe der SSG Schlösser, Klöster, Gärten, Burgen und Ruinen zu verwalten, präsentieren und vermarkten. Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist eine nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, also ein Landes-Unternehmen.

Das könnte geändert werden. Die zweitgrößte Schlösserverwaltung in Deutschland mit 560 MitarbeiterInnen plus 130 externe Dienstleister, beispielsweise Sicherheits- oder Aufsichtspersonal, könnte als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) weiterentwickelt werden, damit professionellere Strukturen und schnellere Entscheidungswege ausbilden, was erlaubt, das Wachstumspotential besser auszuschöpfen. . Als gGmbH wären die bürokratischen Hürden in Personal- und Verwaltungsangelegenheiten einfacher zu handhaben. Auch die Vergabe der Gastronomie an potenzielle Pächter wäre attraktiver gestaltbar. Das Vorhaben der Umwandlung der SSG in eine rechtsfähige Anstalt, also juristische Person, ist ambitioniert und eine Herausforderung.

Der Etat hat ein Volumen von 30 Millionen Euro. Die Hälfte davon muss durch die Verwaltung selbst erwirtschaftet werden, das sind die harten Fakten. Bedingt durch Corona verzeichnet die SSG derzeit ein Defizit in Höhe von 7,5 Millionen Euro. „Der Rückgang beim Kartenverkauf, ausfallende Sponsorengelder und knappe öffentliche Kassen haben eine einschüchternde Wirkung“, sorgt sich die 45-jährige Kunstliebhaberin mit Blick auf notwendige Investitionen, die gestrichen werden könnten. Jetzt ist vorsichtiges Planen wichtig.

Die Staatlichen Schlösser und Gärten steigerten das Besucheraufkommen in den letzten elf Jahren von anfangs 2,9 Millionen Besucher auf zuletzt 4 Millionen Besucher im Jahr. Marketing in eigener Sache beherrscht der „Schlossherr“ aus dem Effeff. Ein starker Pluspunkt, denn die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg fungieren auch als Berater für nicht staatlichen Museen, für Weiterbildungsmaßnahmen und als Netzwerker im Verein Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V..

Der jüngste große Erfolg, jedoch noch nicht abgeschlossenes Projekt, ist die „Keltenkonzeption“ Heuneburg in Sigmaringen. Die Heuneburg zählt international zu den bedeutendsten Relikten der Kelten. Die historischen Spuren sollen für eine breite Öffentlichkeit sicht- und verstehbar gemacht werden.

„Der Keltenstandort ist in Baden-Württemberg, die Hüter der unbezahlbaren Landesschätze sind in Bruchsal zuhause“, freut sich Alexandra Nohl, die im OT Helmsheim selbst keltische Spuren vor der Haustür hat. „Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg bringen das kulturelle Erbe des Landes vielen Menschen nahe. Diese Bildungsaufgabe ist wichtig und wird von mir unterstützt.“

Bildquelle: Alexandra Nohl