Landespolitik meets „Digital Hub“

Andreas Stoch staunte nicht schlecht beim Anblick des Hubwek 01 im Bruchsaler Trivo-Park. Der SPD-Landes- und Fraktionschef mochte nicht so recht glauben, dass es sich tatsächlich um ein Vereinsheim handelt. „Ich wollte sagen: Innovationszentrum“, meint er lächelnd. „Beides stimmt“, erklärt ihm Alexandra Nohl, SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Bruchsal (29). „Das Bruchsaler Digitalisierungszentrum („Digital Hub“) ist eines von insgesamt zehn regionalen Zentren in Baden-Württemberg und als Verein organisiert.“

„Die Innovationen, die wir brauchen, erfinden wir selbst“, sagt Gastgeber Thomas Anderer, Geschäftsführer des Efeu-Campus an Andreas Stoch gerichtet. Er und Alexandra Nohl wollten von Thomas Andere mehr über urbane Logistik erfahren und wie man die „letzte Meile“ schadstofffrei macht.

Das Forschungsprojekt für urbane Logisitik und autonomes Fahren hat sein Testfeld auf dem Gelände der ehemaligen Dragoner-Kaserne, koordiniert wird es im „Digital Hub“, in Reichweite innovativer Start-Ups und kreativer Visionäre. Beim experimentieren mit Roboterfahrzeugen geht es weniger um die Technik, als um das Verstehen der Prozesse. Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran. „Heute wird in 15 Jahren entwickelt, was früher in 100 Jahren passierte. In einem Arbeitsleben von 45 Jahren umgreift man 300 Jahre“, bringt es Thomas Anderer auf den Punkt.

„Der schnelle Fortschritt muss in der Ausbildung berücksichtigt werden“, steht für Alexandra Nohl fest. Digitalisierung ohne gleichzeitige Transferleistung bringe nichts, ist sie mit Andreas Stoch einer Meinung. „Bruchsal darf nicht unterschätzt werden“, anerkennt der SPD-Landesvorsitzende abschließend. Man dürfe Kleinstadt nicht mit Kleinstadt vergleichen. Bruchsal habe ein viel höheres Potenzial als Städte mit vergleichbarer Größe.

Bildquelle: Alexandra Nohl