Lachend fürs Leben lernen

Familien, Kinder und Jugendliche sind der Landtagskandidatin Alexandra Nohl ein großes Anliegen. „Das ist die Mitte unserer Gesellschaft, ohne Kinder wäre unsere Gesellschaft arm“, so Nohl, daher gilt es für sie besonders Familien zu unterstützen, insbesondere Kinder, die eine weniger gute Ausgangssituation haben.

Bei einem Besuch im Kinderhaus St. Raphael wurde den GenossInnen vor Ort vor Augen geführt, wie notwendig solche Einrichtungen sind. Während sich im Erdgeschoss der Kindergarten befindet, sind in den anderen Stockwerken des großen Gebäudes an der Durlacherstraße verschiedene Angebote untergebracht. Neben den drei vollstationären Wohngruppen die momentan von jeweils neun Jugendlichen bewohnt werden, befindet sich im Haus auch die Eliasgruppe, die Grundschülern die Möglichkeit gibt, ergänzend zum Schulangebot, am Nachmittag in Kleingruppen engmaschig betreut zu lernen und zu spielen. Die Kinder erhalten hier wichtige Impulse für ihre soziale und schulische Entwicklung. Auch während des Lockdowns konnten viele Kinder das Angebot der Gruppe wahrnehmen. Engmaschig betreut und immer im Austausch mit den Erziehungsberechtigten leistet die Einrichtung in Trägerschäft des Vincenziusverein Bruchsal wertvolle Arbeit.

Fachdienstkoordinatorin Verena Weber erläuterte den anwesenden Sozialdemokraten bei einem Rundgang ausführlich die Arbeit der Pädagogen vor Ort. „Wichtig ist auch das erarbeitete Rückführungskonzept der Eliasgruppe“, die Kinder sollen nach und nach mehr in die Nachmittagsbetreuung an den Regelschulen integriert werden. Begleitet werden sie dabei engmaschig von Heilpädagogen und Erziehern.

Ein wichtiger Baustein im Haus ist die hauseigene Großküche in der jeden Tag das Essen für die 150 Kinder in der Kindertagesstätte und der Eliasgruppe zubereitet wird.

In den vollstationären Wohngruppen, mit insgesamt 28 Kindern und Jugendlichen die im Rahmen der Jugendhilfe Tag und Nacht betreut werden, wird mit Unterstützung einer Hauswirtschaftskraft, selbst gekocht. Das gehört auch zum Konzept, „der Geruch von Essen, wenn man von der Schule kommt, gibt ein Gefühl von Heimat“, so Weber.
Während des Corona Lockdowns musste auch die KiTa des Kinderhauses schließen. Das ist insbesondere für Kinder aus prekären Elternhäusern ein Problem. „Die Versorgung zuhause ist schwierig, auch monetär, die Elternfähigkeiten müssen gestärkt und ausgebaut werden, dafür sind wir da“, es wurden Spenden für die Familien gesammelt, Essenspakete gerichtet und im April die ersten Notgruppen eingerichtet. Kinder in der Eliasgruppe wurden beim Homeschooling unterstützt.

In den Wohngruppen mussten durch die BetreurInnen der Coronazeit viele Überstunden geleistet werden um die Betreuung der Kinder sicherzustellen und sie beim Homeschooling gut unterstützen zu können.

„Die Prävention muss weiterhin erhöht werden“, meint Alexandra Nohl, „immer mehr Familien kommen mit der heutigen Lebenswirklichkeit nicht mehr zu Recht. Kinder müssen vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden. Der Corona Lockdown hat wie ein Brennglas die Schwierigkeiten der Familien aufgezeigt. Wenn die Schulen geschlossen sind, kann niemand mehr sehen, wie es den Kindern geht, was hinter verschlossenen Türen passiert.“ Daher ist die gute Zusammenarbeit zwischen Familien, Jugendamt, Kinderhaus, Ärzten, Psychologen und Schulen so wichtig.

Nohls Forderung ist deshalb ganz klar: Engmaschige Zusammenarbeit des pädagogischen Regelsystem und kleine Gruppen in Schulen und Kindergärten! „So kann unser Nachwuchs engmaschig und besser begleitet werden“, ist sich die 45-Jährige sicher und ergänzt: „Lachend fürs Leben lernen. Das wünsche ich mir für unsere Kinder!“

Auch in der Ausbildung der Fachkräfte muss mehr Wert auf den Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten gelegt werden.

Bildquelle: Alexandra Nohl