Im Gespräch mit Bürgermeister Marc Wagner in Hambrücken

Bei ihrer Informationstour durch den Wahlkreis machte Landtagskandidatin Alexandra Nohl in Hambrücken Halt und besuchte den frischgebackenen Rathaus-Chef Marc Wagner. Wagner war bei der diesjährigen Bürgermeisterwahl Alleinkandidat und trat im Juni sein Amt an. Obschon er der Newcomer innerhalb der zum Wahlkreis Bruchsal zählenden Bürgermeister-Riege ist, weiß er sehr genau wo der Schuh in Hambrücken drückt.

Da ist zunächst die Lußhardt-Gemeinschaftsschule Forst-Hambrücken und der Wunsch des Bürgermeisters diese, trotz gestrichener Fördergelder für den Schulverbund, weiter zu unterstützen. Das Schulkonzept Gemeinschaftsschule, mit der Möglichkeit eine gymnasiale Oberstufe anzubieten, liegt auch Alexandra Nohl am Herzen. Als Konrektorin einer Grundschule sagt sie: „Es ist kein ganz neues, aber ein wirklich vielversprechendes Konzept, das unbedingt noch mehr Unterstützung, noch mehr Rückenwind braucht.“

Marc Wagner sprach auch das bisweilen sehr hohe innerörtliche Verkehrsaufkommen an. Die überlasteten Straßen seien nicht nur ein technisches und finanzielles Problem, sondern vor allem für die Anwohner ein Verlust an Lebensqualität. „Der Leidensdruck in der Bevölkerung ist spürbar“, zeigt sich Wagner besorgt. Mögliche Lösungen könnten die Aufbringung von Leiseasphalt als Fahrbahnbelag sein und die Einrichtung einer 30er-Zone. Weitere Themen waren barrierefreie Haltestellen und der Ausbau des Radwegenetzes als Anreiz für ein umweltbewusstes Alltagsleben.

Der Bürgermeister berichtete am Ende des Kennenlern-Gesprächs über den Tag der Umwelt, den er im Oktober erstmals in der Gemeinde initiierte. Bei vielen Akteuren wie dem Ortsverband der NABU informierte sich die interessierte Bevölkerung über Themen wie Artenvielfalt, Streuobstwiesen und Bienenkultur und wurde selbst zum Akteur bei einer großen Müll-Sammelaktion. Um dieses lokale Mitmach-Umwelt-Event auch in den nächsten Jahren organisieren und durchführen zu können, sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unerlässlich. Und natürlich muss die Bereitschaft zum beständigen Umweltschutz vorhanden sein. In Hambrücken, mit seinen vielen Vereinen, ist das kein Problem.
„Ich will konkrete Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen vor Ort anstoßen und begleiten“, sagt Sozialdemokratin Nohl. Klima-, Umwelt- und Naturschutzthemen sind ihr wichtig. Die Landtagskandidatin ist sich sicher: „Nur gemeinsam sind die ökologischen Schwierigkeiten als Aufgabe zu lösen.“

Bildquelle: Alexandra Nohl