Im Gespräch mit Bürgermeister Tony Löffler in Ubstadt-Weiher

50 Jahre sind es wert, ordentlich gefeiert zu werden! In diesem Pandemie-Jahr ein schwieriges Unterfangen, denn seit Ende März gelten besondere Regeln für Veranstaltungen. Aus diesem Grund mussten im Jubiläumsjahr der Gemeinde Ubstadt-Weiher alle geplanten Feiern abgesagt werden.

Rund 13.200 Menschen leben in Ubstadt-Weiher auf vier Ortsteile verteilt, nämlich Ubstadt, Weiher, Stettfeld und Zeutern. Ubstadt und Weiher schlossen sich feiwillig zusammen am 1. April 1970. Es folgten Stettfeld 1971 und Zeutern 1972. Zusammen bilden die Ortsteile eine Genusswelt aus Kulturgeschichte und Gaumenfreuden. Schön gelegen, mit vielen bewanderbaren Hohlwegen durchsetzt, einem Römermuseum, Kraichgauwein und Hardt-Spargel fühlt man sich zu verweilen.

Dass dies so bleibt, dafür sorgt Bürgermeister Tony Löffler und hat damit alle Hände voll zu tun, denn es steht ein Scoping statt, also eine Untersuchungen über die Auswirkungen eines geplanten Projektes, der B35-Ortsumfahrung. Welche Vor- und Nachteile birgt die geplante Wegeführung? Wird die Trassenführung Auswirkungen auf die Ortschaften haben? Scoping kann nur stattfinden, wenn umliegenden Gemeinden einbezogen werden und nicht ein Zentrum allein betrachtet wird, was bedeutet: Eine Verbesserung in Bruchsal bringt nicht automatisch auch eine Verbesserung in den umliegenden Ortschaften.

Betrachtet man das Verkehrsaufkommen im Allgemeinen stellt sich auch gleich die Frage, wo alle diese Fahrzeuge ihre Stellplätze finden. Bebauungspläne orientieren sich an der Bevölkerungsstruktur, die sich kontinuierlich verändert durch eine gestiegene Mobilität in der Bevölkerung. Wie in den meisten Gemeinden des Wahlkreises 29 Bruchsal sind auch in Ubstadt-Weiher die Kinderbetreuung und Schule große Aufgabengebiete. Das Alfred-Delp-Schulzentrum, im Ortsteil Ubstadt beispielsweise muss saniert und ertüchtigt werden, informierte mich Tony Löffler. Das Schulzentrum beheimatet eine Grund-, Werkreal- und Realschule und besteht seit 1968. Als Landtagsabgeordnete werde ich mich persönlich und direkt um die Anliegen der Bürgermeister für ihre Gemeinden kümmern.

Bildquelle: Alexandra Nohl