„Gegen das Vergessen!“

Landtagskandidatin Alexandra Nohl pflegt Gedenkgrab zur Badischen Revolution

Am 15. November ist Volkstrauertag. Im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft werden an diesem Tag auf den Friedhöfen von politischen Repräsentanten Kränze niedergelegt. Bundesweit beflaggen die obersten Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche halbmast.

Auch in Bruchsal lädt die Rathausspitze alljährlich zur Gedenkfeier auf den Friedhof und zur Kranzniederlegung bei den Kriegsgräbern ein. Die gestiegenen Corona-Infektionszahlen verhindern in diesem Jahr vielerorts die öffentlichen Veranstaltungen zum Totengedenken.

„Friedhöfe sind stille Orte der Geschichte“, sagt Alexandra Nohl, SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Bruchsal (29). Bruchsals Friedhof, auf dem die ersten Bestattungen um 1276 stattfanden, sei gesellschaftlicher und auch politischer Zeuge der Stadtentwicklung und darüber hinaus.

„Die Gräber sind wichtige Denkmale. Deshalb ist es mir persönlich wichtig, dass sie erhalten bleiben“, erklärt Nohl ihre Initiative zur Pflege der Gedenkstätte an die Bruchsaler Freiheitskämpfer der Badischen Revolution, die bei der Volkserhebung 1848 bis 1849 standrechtlich erschossen wurden. „Sie waren die Wegbereiter unserer Demokratie und kämpften für die Freiheit.“

Zusammen mit ihrem Zweitkandidaten Christian Holzer befreite die überzeugte Pazifistin das Grab von überwucherndem Efeu, reinigte den historischen Grabstein und widmete sich der neuen Grabbepflanzung. Nach getaner Arbeit brachte der ehemalige Bruchsaler SPD-Stadtrat E-F Schäfer zu Ehren der Gefallenen die Bundeskorkade am Grabstein an. Er war auch derjenige, der wegen des schlechten Zustands einiger Gedenkgräber zum Handeln aufrief.

„Es braucht nicht nur Denkmäler, sondern auch Lernorte, an denen Demokratie durch ihre Geschichte erfahrbar wird!“, so Landtagskandidatin Nohl in ihrem Statement, und fügt an: „Gegen das Vergessen!“

Bildquelle: Alexandra Nohl