Nohl fordert langfristig: Turn the red light OFF!

Bordelle dürfen wieder öffnen, denn der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat das wegen der Corona-Pandemie generelle Sexverbot gekippt und als außerordentlich schweren Eingriff in die Berufsfreiheit bezeichnet. Entsprechend hat die grün-schwarze Landesregierung nun reagiert und die Coronaverordnung zum 12. Oktober 2020 hin gehändert. Die wichtigsten Punkte daraus: Eine Prostituierte und ein Freier dürfen in einem Raum Sex haben, Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht und der Kunde muss seine Daten hinterlassen. Gruppensex ist verboten.

Alexandra Nohl, Landtagskandidatin für den Wahlkreis 29 Bruchsal, hat zu der Entscheidung des Verwaltungsgerichts eine ganz klare Haltung: „Ich will ein Verbot aller Bordelle und Prostitutionsstätten erreichen!“ Nach derzeitiger Gesetzeslage sei es korrekt, dass Bordellbetreiber deren Etablissements wieder öffnen dürften, erklärt Nohl. „Langfristig muss es eine andere Lösung geben, denn Prostitution ist keine normale Arbeit.“

Zwang, Gewalt, Ausbeutung und Kriminalität sind nach Auffassung Nohls eng mit Sexkauf verbunden. Die langfristigen Schäden von Prostituierten können posttraumatische Belastungsstörungen, Depression und Drogensucht (u.a.) sein. Deshalb muss ein deutsches Prostitutionsgesetz her, wie es die schwedische Regierung bereits 1998 auf den Weg brachte und das den Kauf von Sex verbietet. Freier werden seither bestraft, Prostituierte nicht.

Ein Positionspapier einiger Mitglieder im Bundestag gibt es bereits. Alexandra Nohl vertritt dieses ebenfalls und fordert: „Das Nordische Modell muss kommen!“ Für die 45-Jährige gilt: „Turn the red light OFF(!) für die Frauen in Deutschland. Dafür setze ich mich ein.“

Bildquelle: Alexandra Nohl